Rotbarsch

Rotbarsch

Der Rotbarsch ist ein Tiefseefisch mit einer auffallend rötlichen Färbung. Sein Fleisch ist jedoch weiß und sehr schmackhaft. Rotbarsche sind im Unterschied zu anderen Salzwasserfischen lebendgebärend.

Arten

Sebastes norvegicus/(marinus) – Goldbarsch
Sebastes mentella – Tiefsee-Rotbarsch

Familie

Sebastidae – Familie der Rotbarsche

Produkte

  • Frisch (filetiert)
  • Gesalzen (filetiert, ganz)

Größe

Goldbarsch: bis zu 100 cm lang und über 15 kg schwer
Tiefsee-Rotbarsch: bis zu 50 cm lang und 1,3 kg schwer

Verbreitung

Goldbarsch: Nordsee, Barentssee und norwegische Fjorde
Tiefsee-Rotbarsch: Barentssee, Svalbard und Nordmeer

Saison

Ganzjährig Beifang

Nahrung

Plankton in den ersten Lebensjahren, später größeres Plankton und Fisch

Namen in anderen Sprachen

Latein: Sebastes spp.
Englisch: Rose fish
Norwegisch: Uer
Französisch: Sébaste
Deutsch: Rotbarsch, Goldbarsch
Dänisch: Rødfisk
Spanisch: Gallineta nórdica
Finnisch: Punasimppu
Griechisch: Sebastós- Kokkinópsara
Italienisch: Scorfano di Norvegia
Isländisch: Karfi
Japanisch: Menuke
Niederländisch: Roodbaars
Portugiesisch: Cantarilho
Polnisch: Karmazyn
Schwedisch: Rödfisk
Türkisch: Kirmizi balik
Serbokroatisch: Bodecnjak mali

Nährstoffgehalt je 100 g roher Rotbarsch (verzehrbarer Anteil)

Energie:

394 kJ / 94 kcal

Nährwert:

Eiweiß: 17,1 g
Fett: 2,8 g
Gesättigte Fettsäuren: 0,5 g
Ungesättigte trans-Fettsäuren: 0 g
Einfach ungesättigte Fettsäuren: 1,2 g
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 0,7 g
Cholesterin: 43 mg

Vitamine:

Vitamin A: 3 µg
Vitamin D: 0 µg
Riboflavin: 0,11 mg
Folat: 9 µg
Vitamin B12: 1 µg

Mineralstoffe:

Eisen: 0,2 mg
Selen: 50 µg
Jod: -

Mehr Informationen zum Nährstoffgehalt finden Sie (auf Englisch) unter

www.nifes.no/en/prosjekt/seafood-data

Quelle:

http://www.matvaretabellen.no/fisk-og-skalldyr-g4/uer-raa-04.045

Biologie

Rotbarsche sind an ihrer starken roten Färbung und den großen Schuppen auf ihrem Körper erkennbar. In norwegischen Gewässern sind drei verschiedene Arten von Rotbarsch vertreten: der Goldbarsch (Sebastes norvegicus), der Tiefsee-Rotbarsch (Sebastes mentella) und der Kleine Rotbarsch (Sebastes viviparus). Verkauft werden davon allerdings nur die ersten zwei. Der Tiefsee-Rotbarsch unterscheidet sich vom Goldbarsch durch eine etwas hellere Rotfärbung und größere Augen. Der Rotbarsch lebt am Kontinentalsockel, entlang der Küste und in offenen Gewässern in Tiefen von 100 bis 500 m, mitunter aber auch bis zu 900 m tief. Die drei Rotbarscharten haben unterschiedliche Verbreitungsgebiete, die sich aber gegenseitig überschneiden.

Goldbarsche bringen im April - Mai lebende Jungtiere von ca. 4 - 6 mm zur Welt. Die Paarung selbst findet im Herbst statt, und im Frühling schwimmen die weiblichen Tiere oft in Schwärmen ohne Männchen zu den Laichgründen. Rotbarsche wachsen langsam und werden spät geschlechtsreif. Im Alter von 11 - 12 Jahren, wenn sie etwa 30 - 35 cm lang sind, ist erst die Hälfte geschlechtsreif. Der Goldbarsch laicht entlang des Kontinentalsockelrands von den Shetland-Inseln bis nach Andøya etwa 300 km nördlich des Polarkreises hinauf, der Tiefsee-Rotbarsch entlang des Kontinentalsockelrands von der britischen Zone bis zur Bäreninsel.

In seinen ersten Lebensjahren ernährt sich der Rotbarsch von Zooplankton und steigt dann auf Krill, Lodde (Kapelan), Hering und Jungdorsche um. Der Tiefsee-Rotbarsch kann bis zu 70 Jahre alt werden, der Goldbarsch bis zu 60 Jahre alt.

Fischfang

Rotbarsch wird ganzjährig im Nordmeer, der Barentssee und der Nordsee gefangen. Als Fanggeräte werden meist Schleppnetze, Kiemennetze und Snurrewaden eingesetzt.

Nachhaltigkeit

Die Fischerei von Tiefsee-Rotbarschen ist durch Quoten, Beifangbestimmungen und Schutzzonen geregelt. Das direkte Fischen von Tiefsee-Rotbarschen erfolgt mit pelagischen Schleppnetzen und Grundschleppnetzen und ist saisonal und durch Schutzzonen eingeschränkt. Beim Schleppnetzfischen zu anderen Zeiten und in anderen Gebieten außerhalb der 12-Seemeilen-Zone ist ein Beifang von 20 Prozent Tiefsee-Rotbarsch im jeweiligen Fang und Anlanden erlaubt. Innerhalb der 12-Meilen-Zone ist 15 Prozent Beifang erlaubt. Das direkte Fischen von Tiefsee-Rotbarsch erfolgt nördlich von 62º N.

Das Fischen von Goldbarsch ist derzeit nicht erlaubt. Das liegt daran, dass der Bestand laut der norwegischen Liste gefährdeter Arten als stark bedroht gilt und Maßnahmen zu dessen Aufbau laufen. Auch Maßnahmen zur Reduzierung des Beifangs sind bereits begonnen worden. Außerhalb der 12-Meilen-Zone ist ein Beifang von Goldbarsch von bis zu 20 Prozent und innerhalb dieser Zone von bis zu 10 Prozent erlaubt. Das Fischen von Rotbarsch mit konventionellen Fanggeräten ist nördlich von 62º N verboten.

Lebensmittelsicherheit und Qualitätskontrolle

Die norwegische Fischereibranche unterliegt strengen Auflagen zur Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit. Das System besteht aus mehreren Behörden und Einrichtungen, die gemeinsam die Erfüllung der Auflagen in allen Stadien der Produktionskette prüfen und beobachten. Die Lebensmittelaufsicht erfolgt durch die norwegische Behörde für Lebensmittelsicherheit, das norwegische Nationale Institut für Fisch- und Ernährungsforschung (NIFES), das norwegische Fischereidirektorat und das norwegische Ministerium für Handel, Industrie und Fischereien.

Nährwertangaben

Rotbarsch ist reich an:

  • Proteinen: Diese sind wichtig für den Aufbau und Erhalt aller Zellen im Körper.
  • Vitamin B12: ist wichtig für die Produktion neuer Körperzellen, unter anderem von roten Blutkörperchen, und kann zur Vorbeugung von Anämie beitragen.
  • Selen: ein wichtiges Element in den Enzymen, die schädliche chemische Prozesse im Körper bekämpfen.

Verwendungen

Das Fleisch ist weiß und ausgesprochen wohlschmeckend. Frische Rotbarschfilets können gebraten oder gegrillt werden. Rotbarsch eignet sich hervorragend für die Zubereitung im Wok und zusammen mit Chili, Knoblauch und Sojasauce. Gesalzener Rotbarsch passt am besten pochiert zu traditionellen Beilagen wie Wurzelgemüse und Kartoffel.

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